Du kannst nicht, NICHT der Schöpfer deines Schicksals sein. Du musst es sein. Du bist es. Ob du es willst oder nicht. Diese Verantwortung kannst du nicht ablehnen.
Stell dir vor, du wachst morgens auf. Öffnest deine Augen, gehst ins Bad und schaust in den Spiegel … du denkst du siehst nur dein Gesicht. Aber du siehst viel mehr: Du siehst den, der die Geschichte deines Lebens schreibt. Du siehst den Autor, den Regisseur und den Hauptdarsteller und … du bist auch gleichzeitig die Bühne deines Lebens.
Dein Schicksal ist nicht vorherbestimmt
Dein Schicksal steht nicht in den Sternen, nicht in Tarot Karten, und auch in keinen Astrologischen oder Human Design Hirngespinsten.
Es sei denn, du schreibst es da rein – in die Sterne, in Karten oder in Hirngespinste wie Human Design oder Astrologie oder sonstige Okkulte Riten.
Das Gefühl, dass du hast, wenn du in den Spiegel schaust, ist ziemlich sicher auch das Gefühl, dass du generell dem Leben gegenüber hast. – Stimmt’s?
Wenn du das Gefühl hast: Schön mich zu sehen. Und dir selbst entgegenlächelst, dann freust du dich auch auf den Tag und lächelst ihm entgegen.
Wenn du es vermeidest, dich bewusst im Spiegel wahrzunehmen, dann wirst du auch den Tag, das Leben (denn das ist der Tag), versuchen zu vermeiden. Du wirst den Tag, das Leben, ertragen und nur darauf reagieren, was sich dir in den Weg stellt. Und selbst das, was du glaubst, dass sich dir in den Weg stellt, hat sich nicht dir in den Weg gestellt, sondern du stellst es dir selbst in den Weg. Dein Unterbewusstsein sucht nach Hindernissen und stellt sie dir in den Weg.
Die Welt = Dein Spiegelbild
Die Welt ist nicht einfach da. Sie ist der Film, den der Mensch, den du jeden Morgen im Spiegel siehst, schreibt. Das, was du den ganzen Tag über erlebst, spiegelt genau das wider, wie du im inneren deines Herzens, denkst und hat nichts mit objektiver Wirklichkeit zu tun. In diesem Beitrag lernst du, wie du diese Projektion veränderst.
Das worüber wir heute reden, hängt auch direkt mit dem Erwartungseffekt zusammen. Darüber habe ich bereits einen Beitrag gemacht. Der Erwartungs-Effekt Schau dir diesen Beitrag unbedingt an. Denn ich werde hier nicht gesondert auf den Erwartungseffekt eingehen.
Was ist die “Welt”?
Ich möchte auch den Begriff “die Welt” etwas genauer definieren, damit es in deinem Verständnis richtig ankommt.
Die “Welt” steht hier als Synonym für: deine Freunde, deine(n) Partner(in), deine Kinder, deine Arbeitskollegen, deine Mitarbeiter, deinen Chef, deine Vorgesetzten, deine Untergebenen, deine Nachbarn, und so weiter.
Du bist der Schöpfer, der diese Menschen erschafft, bzw. erschaffen hat. All diese Menschen entsprechen zu über 90 % deinen Gedanken. Maximal 10 % der tatsächlichen Wirklichkeit.
Die Welt ist der Film deines “unbewussten” Denkens. Also: Wie du in deinem Herzen denkst.
Die Art und Weise, wie du Welt erlebst, ist direkt gebunden an die Art und Weise, wie du über dich selbst und das Leben denkst.
Wir sehen nicht die Welt – wir sehen uns selbst
Unser Denken formt automatisch Bedeutungen über alles, was wir erleben. Und dadurch legt unser Denken Farben über unser Leben, beziehungsweise über unser Erleben. Und diese Farben sind so selbstverständlich für uns, dass wir sie gar nicht wahrnehmen.
- Wenn du denkst: „Menschen sind unzuverlässig.“
Dann wirst du genau diese Menschen sehen. - Wenn du denkst: „Ich muss mich beweisen.“
Dann wirst du permanent Situationen erleben, in denen du dich beweisen musst. - Wenn du denkst: „Ich bin nicht gut genug.“
Dann wirst du überall Menschen treffen, die dir genau dieses Gefühl geben.
Nicht, weil die Welt so ist – sondern weil du es, durch deine Regieführung, so gestaltest.
Das innere Drehbuch
Wir alle tragen ein inneres Skript oder besser ausgedrückt, ein Drehbuch über unser Leben, in uns. Es ist ein unsichtbares Programm. Entstanden aus Kindheit, Erziehung, Erfahrungen, Verletzungen, Erfolgen, Enttäuschungen, und so weiter.
Dieses Drehbuch sagt uns das,
- was wir glauben, bezüglich wer wir sind.
- was wir glauben, wie wir funktionieren müssen.
- was wir glauben, wie andere uns sehen und wahrnehmen.
Und dieses Szenario läuft unbewusst ab. Unsere Glaubenssätze sind quasi unser Drehbuch, das uns die Geschichte über unser Leben erzählt und das Universum verwirklicht diese Geschichten.
Das sagen viele Esoterische Lehren, aber auch Wissenschaftler wie Freud, Adler und Jung gehen davon aus, dass unser Leben die Projektion unserer Glaubenssätze ist. Und nachdem ich mich seit 30 Jahren, mit Hypnose und dem Unterbewusstsein beschäftige, behaupte ich auch, dass es genauso ist.
Wenn du also, immer wieder dieselben Muster im Leben erlebst…
- ähnliche Konflikte…
- ähnliche Enttäuschungen…
- ähnliche Beziehungen…
- gewisse Erlebnisse, die ähnlich ablaufen…
Dann liegt das nicht daran, dass die objektive Welt so wäre, sondern daran, dass dein Drehbuch und deine Regieführung, deine Welt genauso gestalten.
Die Welt ist das Spiegelbild deines unbewussten Denkens und dein unbewusstes Denken sind die Bestellungen an das Universum.
Gefühle – Ursprung deiner Gedanken
Aber! Die Essenz: Dein unbewusstes Denken wurzelt in deinem Fühlen. Wie du über ich und die Welt denkst, ist das, wie du über ich und die Welt fühlst. Dein Leben ist das Echo, was du dir selbst über das Leben erzählst.
- Wenn du glaubst, du seist nicht liebenswert, wirst du jede kleine Geste als Beweis sehen.
- Wenn du glaubst, du dürftest nicht scheitern, wirst du jede Situation vermeiden, die dich wachsen lassen könnte.
- Wenn du glaubst, du müsstest immer leisten, wirst du nie das Gefühl haben du hättest endlich dein Ziel erreicht.
Und dann sieht es so aus, als sei die Welt hart und ungerecht. Aber die Welt führt nur das aus, was du von ihr erwartest.
Liebe muss man sich verdienen.
Wenn du als Kind – durch deine Eltern – gelernt hast: ” Liebe muss man sich verdienen.” Dann wirst du genau diese Form von Liebe in deinem späteren Leben immer wieder suchen – nicht deshalb, weil es “die tatsächliche Liebe” ist, sondern weil es sich vertraut anfühlt. Nicht weil sie gut ist. Sondern weil sie bekannt ist.
Das Universum führt nicht das aus, was du willst. Es führt das aus, was du für wahr hältst. Es bestätigt dein Model, das du über die Welt hast, damit deine innere Wahrheit stabil bleibt.
Lieber Vertrautes Leid, als unbekanntes Glück
Menschen wählen lieber ein vertrautes Unglück, als ein unbekanntes Glück. Wir leben lieber in der Hölle, die wir kennen, als in einem Himmel, der uns unbekannt ist.
Die Welt ist weder neutral noch ist sie gerecht. Sie ist genau das, was wir über sie fühlen und in weiter Folge denken.
Ein Beispiel:
Vielleicht kennst du jemanden der glaubt, alles alleine schaffen zu müssen. Vielleicht kennst du das sogar von dir selbst?!
Und dann zeigt dir die Welt genau das:
- Du findest keine Menschen, auf die du dich verlassen kannst.
- Du musst alles selber machen, sonst macht es keiner. …
Aber dem liegt keine Logische Erfahrung zu Grunde, sondern eine emotionale Erfahrung. Dein Gefühl lässt dich so denken.
Und dieses Gefühl stammt zu 100% aus deiner Kindheit. Dieses Gefühl, dass man sich auf niemanden verlassen kann, bekommt man immer von den eigenen Eltern eingeimpft.
Wie können wir unsere “Welt” ändern?
Nehmen wir als konkretes Beispiel: Du wirst öfters mal kritisiert. Und du fühlst dich dadurch verletzt, getroffen oder abgewertet.
Die erste Reaktion ist dann: “Der andere hat mich verletzt.” Und diese Attitüde hält dein Spiegelbild weiter aufrecht.
Jetzt stell dir vor, dass du dich stattdessen fragst:
- Was in mir, oder welcher Teil in mir, fühlt sich unsicher?
- Was oder welcher Anteil in mir braucht Anerkennung?
- Was ist die Ursache, dass ich glaube, nicht genug zu sein?
Wenn du dich das fragst, dann verändert Kritik dein Spiegelbild. Und du kommst von einem automatisierten Reaktions-Modus in einen Erkennungs-Modus. Die Welt spiegelt dir dein verletztes Inneres, damit du es endlich entdecken und heilen kannst.
Wie du dein Inneres heilen kannst, dazu habe ich bereits mehrere Beiträge gemacht:
Eine praktische Übung
Ich möchte dir zum Schluss noch eine sehr wirkungsvolle Übung mitgeben, die die Welt unglaublich verändert, wenn du sie anwendest.
Nimm dir jeden Tag eine viertel oder eine halbe Stunde Zeit, in Situationen, in denen du anderen Menschen begegnest. Das kann sein: In der U-Bahn, im Bus, bei der Arbeit, beim Einkaufen, beim Ausgehen, bei Veranstaltungen, bei Meetings, usw.
Beobachte dich in dieser halben Stunde sehr genau, was andere Menschen in dir auslösen. Nicht durch ihr Verhalten, nicht durch das, was sie tun. Sondern was sie in dir aufgrund ihrer Ausstrahlung, ihres “Seins” auslösen. Und beobachte dabei ganz genau, was in dir dabei passiert.
Wenn du jemanden ablehnst, dann frage dich, was du in dir selbst ablehnst und durch diesen Menschen in dir getriggert ist.
Mache aber auch das gleiche bei positiven Gefühlen. Wenn dir jemand sympathisch ist, frage dich was du an dir selbst sympathisch findest, dass durch diesen Menschen in dir getriggert wird.
Mache das zwei Wochen lang und du wirst dich unglaublich, auf einer sehr tiefen Ebene, kennenlernen. Und dein Leben, deine Welt, wird sich alleine durch diese Übung automatisch verändern.
Du wirst auch feststellen, dass so wie du andere Menschen wahrnimmst, ist genau das Gleiche, wie du selbst glaubst, von anderen wahrgenommen zu werden.
Wenn du die Welt verändern willst, dann beginne nicht im Außen. Beginne dort, wo alles entsteht:
In dir.
Schön, dass du heute bis zum Schluss gelesen hast und dich inspirieren lässt.
Alles Gute
Helmut





